Denkmalgeschütztes Häuserensemble aus zwei miteinander verbundenen Gebäuden
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Zusammenfassung
Objekt:denkmalgeschütztes Häuserensemble aus zwei miteinander verbundenen Gebäuden
Haupthaus:Schmiedestraße, Baujahr 1826
Nebenhaus:Mauerstraße, Baujahr ca. 1900
Wohnfläche Haupthaus:ca. 180 m²
Gewerbe-/Nutzfläche Haupthaus:ca. 70 m²
Wohnfläche Nebenhaus:ca. 130 m²
Werkstatt Nebenhaus:ca. 50 m²
Wohnfläche gesamt:ca. 310 m²
Gewerbe-/Nutzfläche gesamt:ca. 120 m²
Gesamtfläche:ca. 430 m² Wohn- und Nutzfläche
Fenster Schmiedestraße:Wärmeschutzverglasung, ca. 1968
Fenster Mauerstraße:Wärmeschutzverglasung, ca. 1997
Innenhof:geschützter Innenhof zwischen beiden Gebäuden
Historische Details:Glastüren, Fenster, Einbauten und besondere Raumfolgen
Gewerbeflächen:ehemalige Laden-, Büro-, Werkstatt- und Atelierbereiche
Nutzungsmöglichkeiten:Wohnen, Arbeiten, Atelier, Büro oder kreative Konzepte
Geeignet für:große Familien, Mehrgenerationenwohnen sowie die Verbindung von Wohnen und Arbeiten
Denkmalschutz:beide Gebäude stehen unter Denkmalschutz
Kaufpreis
Haus Mauerstraße:190.000 €
Haus Schmiedestraße:200.000 €
Gesamtkaufpreis:390.000 €
Verkauf:Da beide Häuser baulich miteinander verbunden sind, wird das Anwesen ausschließlich als Gesamtensemble verkauft. Ein Einzelverkauf ist nicht vorgesehen.
Der Wasserturm liegt in ruhiger Lage am Kuhteichweg, nur wenige Minuten von der Innenstadt entfernt. Uelzen ist bekannt für seinen Hundertwasser-Bahnhof, der täglich schnelle Bahnverbindungen nach Hamburg, Hannover und Berlin bietet. Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Schulen und Kindergärten befinden sich in direkter Nähe. Auch die grüne Umgebung der Lüneburger Heide und zahlreiche Rad- und Wanderwege machen Uelzen zu einem attraktiven Wohnort, der Stadtleben und Natur harmonisch verbindet.
Zwei Häuser, ein Innenhof – ein Anwesen voller Geschichte
Es gibt Immobilien, deren Geschichte man erst recherchieren muss. Und es gibt Häuser, die sie einem selbst erzählen.
Dieses denkmalgeschützte Häuserensemble gehört zur zweiten Kategorie. Zwei miteinander verbundene Gebäude, ein geschützter Innenhof, großzügige Wohnräume und ehemalige Werkstatt- und Geschäftsräume erzählen von einer Zeit, in der Arbeiten und Wohnen selbstverständlich zusammengehörten.
Über viele Jahre war hier eine Glaserei zu Hause. Im Erdgeschoss wurde gearbeitet, Kunden wurden empfangen und Waren präsentiert, während sich in den oberen Etagen das private Leben der Eigentümer abspielte. Noch heute begegnet einem diese Vergangenheit an vielen Stellen – in besonderen Glastüren und Fenstern, alten Einbauten, ungewöhnlichen Raumfolgen und den ehemaligen Werkstätten.
Insgesamt stehen in beiden Häusern rund 310 m² Wohnfläche sowie weitere rund 120 m² ehemalige Gewerbe- und Nutzfläche zur Verfügung. Doch die Zahlen erzählen nur einen Teil der Geschichte.
Das Haupthaus – repräsentativ wohnen und arbeiten
Schon von der Straße aus hebt sich das Haupthaus mit seiner aufwendig gegliederten Fassade, dem hohen Giebel und dem markanten Eingangsbereich deutlich hervor. Das in einem historischen Grundriss mit Baujahr 1939 bezeichnete Gebäude vermittelt bereits von außen einen Eindruck davon, welchen Stellenwert das Haus für seine damaligen Eigentümer hatte.
Im Erdgeschoss befand sich der geschäftliche Mittelpunkt der ehemaligen Glaserei. Hier lagen Büro, Laden- und Ausstellungsräume sowie eine kleinere Werkstatt.
Der frühere Laden ist großzügig und hell gestaltet. Ein besonderer Einbauschrank mit Glaselementen gliedert den Raum in zwei Bereiche und ist zugleich ein schönes Zeugnis seiner ursprünglichen Nutzung. Auch heute lässt sich noch gut vorstellen, wie hier Kunden empfangen und die Arbeiten des Betriebes präsentiert wurden.
Vom ehemaligen Büro führt eine außergewöhnlich niedrige, nur etwa 1,60 Meter hohe Tür in einen Zwischenbereich, der Büro und Küche miteinander verbindet. Es ist eines jener eigenwilligen Details, die man in einem Neubau vermutlich niemals planen würde – die bei einem historischen Haus aber gerade den Charme ausmachen.
Ein weiterer besonderer Raum ist die kleine ehemalige Werkstatt. Ihre nahezu vollständig verglaste Front sorgt für viel Tageslicht und verleiht ihr beinahe den Charakter eines Wintergartens.
Küche, Abstellmöglichkeiten und weitere Nebenräume vervollständigen das Erdgeschoss. Insgesamt entfallen auf die ehemalige gewerbliche Nutzung des Haupthauses etwa 70 m².
Hinter der Glastür beginnt das Zuhause
Über das Treppenhaus gelangt man in das erste Obergeschoss – und hier wird der Wechsel vom früheren Geschäftsleben zum privaten Wohnen auch architektonisch sichtbar.
Eine hochwertige historische Eingangstür mit Glaselementen trennt den Wohnbereich vom übrigen Treppenhaus. Man kann sich gut vorstellen, wie früher am Ende eines Arbeitstages genau hier die Grenze verlief: Unten blieb der Betrieb zurück, hinter der Glastür begann das Familienleben.
Die Wohnräume sind großzügig und hell geschnitten. Große Fenster und die angenehmen Raumproportionen vermitteln ein Wohngefühl, das sich deutlich von vielen heutigen, möglichst effizient geplanten Grundrissen unterscheidet. Ein Badezimmer befindet sich ebenfalls auf dieser Etage; die Küche liegt traditionell im Erdgeschoss.
Das zweite Obergeschoss war stärker dem privaten Rückzug vorbehalten. Hier befinden sich mehrere Schlafzimmer sowie ein weiteres Badezimmer.
Insgesamt bietet das Haupthaus rund 180 m² Wohnfläche – viel Raum für Familie, Gäste, Arbeiten und individuelle Wohnideen.
Durch den Innenhof zum zweiten Haus
Wer das Haupthaus durchquert, entdeckt einen weiteren besonderen Teil des Anwesens: Zwischen den Gebäuden liegt ein geschlossener Innenhof, der beide Häuser miteinander verbindet und gleichzeitig Abstand zwischen ihnen schafft.
Seine heutige Gestaltung erinnert noch deutlich an die frühere gewerbliche Nutzung. Doch gerade hier steckt Potenzial.
Mit einer behutsamen Gestaltung könnte aus dem ehemaligen Arbeits- und Verbindungsbereich ein geschützter Platz mitten im Ensemble entstehen – vielleicht mit Pflanzen, Sitzmöglichkeiten und einem kleinen Hofgarten. Ein privater Rückzugsort, den man von der Straße kaum vermuten würde.
Das zweite Haus – die ruhigere Seite des Ensembles
Das zweite Gebäude tritt straßenseitig wesentlich zurückhaltender auf als das Haupthaus. Hinter seiner schlichteren historischen Fassade verbirgt sich jedoch überraschend viel Raum.
Auch dieses Gebäude war Teil des früheren Betriebs. Im Erdgeschoss befindet sich eine etwa 50 m² große ehemalige Werkstatt.
Und dieser Raum hat bereits gezeigt, wie wandelbar er ist.
Nachdem die Glaserei ihre ursprüngliche Nutzung aufgegeben hatte, zog hier für einige Jahre wieder ein Handwerk ein – diesmal ein ganz anderes: In den Räumen entstand ein Modeatelier für individuell gefertigte Braut- und Abendmode sowie historische Kostüme.
Aus Glas wurde Stoff, aus der Werkstatt ein Atelier. Geblieben ist die Idee, an diesem Ort etwas mit den eigenen Händen entstehen zu lassen.
Diese Geschichte macht den Raum auch für seine zukünftige Nutzung interessant. Atelier, Werkstatt, Studio, Büro oder ein anderer kreativer Arbeitsbereich sind ebenso vorstellbar wie eine vollkommen neue Idee – vorbehaltlich der erforderlichen bau- und denkmalrechtlichen Voraussetzungen.
Rund 130 m² zusätzlicher Wohnraum
Über der ehemaligen Werkstatt verteilen sich auf das erste und zweite Obergeschoss jeweils etwa 65 m² Wohnfläche.
Die beiden Bereiche sind gegenwärtig nicht vollständig als voneinander abgeschlossene Wohnungen ausgebildet. Zusammen bieten sie rund 130 m² Wohnfläche und können daher sehr gut als ein über zwei Etagen reichender Wohnbereich verstanden werden.
Ebenso eröffnet die vorhandene Aufteilung Perspektiven für andere Wohnkonzepte. Ob Familienmitglieder ihren eigenen Bereich erhalten sollen, mehrere Generationen gemeinsam und doch mit Rückzugsmöglichkeiten wohnen oder Arbeiten und Wohnen stärker voneinander getrennt werden sollen – die vorhandenen Flächen lassen unterschiedliche Gedanken zu.
Ob und in welchem Umfang eine bauliche Trennung oder Umgestaltung möglich ist, wäre im Hinblick auf Bau- und Denkmalschutzrecht im Einzelfall zu prüfen. Gerade in Niedersachsen kann sich Denkmalschutz nicht nur auf die äußere Fassade beziehen, sondern je nach Schutzumfang auch innere Strukturen und historische Ausstattungsmerkmale erfassen.
Ein Anwesen für Menschen, die Platz für ihre Ideen suchen
Zusammen verfügen die beiden Häuser über rund 310 m² Wohnfläche und zusätzlich etwa 120 m² ehemalige Gewerbe- und Nutzfläche.
Damit ist dieses Anwesen vieles – nur gewöhnlich ist es nicht.
Eine große Familie könnte hier ein Zuhause mit außergewöhnlich viel Freiraum finden. Mehrere Generationen könnten unter einem Dach beziehungsweise innerhalb eines Ensembles leben, ohne auf eigene Bereiche verzichten zu müssen. Selbstständige, Künstler oder Kreative könnten Wohnen und Arbeiten wieder so miteinander verbinden, wie es an diesem Ort bereits über Jahrzehnte selbstverständlich war.
Vielleicht wird aus der ehemaligen Werkstatt wieder ein Atelier. Vielleicht entsteht im früheren Laden ein großzügiger Arbeits- oder Wohnbereich. Vielleicht bekommt der Innenhof Pflanzen, einen großen Tisch und wird im Sommer zum Mittelpunkt des Familienlebens.
Das Haus gibt nicht vor, wie man darin leben muss.
Es stellt vielmehr den Raum zur Verfügung, eine eigene Geschichte darin weiterzuschreiben.
Beide Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Bei zukünftigen baulichen Veränderungen sind daher die jeweiligen denkmalrechtlichen Vorgaben und der konkrete Schutzumfang zu berücksichtigen. Das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege weist darauf hin, dass Schutzgut und Schutzumfang eines Denkmals konkret zu bestimmen sind.
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